On Set: First Time on Set. First Time an Extra.

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Photo by Eli Cooper on Unsplash

Which moviemaking enthusiast hasn’t dreamed of one day being on a film set, and partaking in the moviemaking process? This dream of mine came true for the first time this spring.

It all started with me seeing an ad in an independent filmmaking Facebook group in my area. Someone was looking for extras for a student short film. No pay, but experience and fun! I was eager to help them out, for all I wanted was to be on a film set and have an insider’s look behind the scenes, so that I can get a clearer picture of what it would be like if I were to be a director or otherwise involved in the moviemaking process.

I private messaged the guy who had posted the ad in the group – he was the production assistant. He sent me a short pdf file that explained the movie’s general plot and introduced the directors – but nothing more. At first I thought I might not get the job, but just a few days before the shooting date, he told me they’d be glad to see me join, someone just recently left the show. Great for me!

A day before the shooting date, I shortly discussed with him logistics and how I should arrive on set – what I should do with my hair and makeup. He said, just don’t do anything crazy! So I figured, I’ll just go with braided hair and some natural looking makeup. Initially I had been concerned about the fact that half of my hair was blonde (recent dye job… not the best one :P), but he said that was no problem. So that was all I did for my preparation as an extra who is supposed to be part of a birthday party in a semi-formal restaurant.

As you may know, moviemaking starts early in the day. For me as an extra, my “casting call” was around 9:15 am or so. It’s best if you arrive earlier – gives off a good impression. So I was there at exactly 9 am. If I lived closer to the set/restaurant, I likely would have been there half an hour sooner at least.

I introduced myself with a smile and handshake to the people that sat at a table right in front of the restaurant. Later I’d recognize them as the director, directing assistant, producer, and makeup artist. They were all quite friendly and happy to see me.

To cut a long story short, I have not felt as inspired in a long time. Even though the shooting took several hours, there were some lulls during breaks (which could be overcome by engaging with the rest of the cast and crew), and I did not get paid a penny, I loved being on set. I could have stayed on it forever. Despite being an introvert, I did not feel drained at all.

The only thing I might have changed was my part in the film. While I was trying to act, I paid close attention to how the director was dealing with the cast and crew. This was a way to get a close glimpse on the filming process behind the scenes. There is no other short cut to seeing how a director operates on set – and that had been my main objective in joining this for free all along. I was curious about everyone’s part in the process. I talked with the makeup artists, the other actors, the cinematography assistants, and the director herself. It was a good way to make connections with other people who love film. 

A few weeks later I joined another film set for the same objectives as above, but this time as a makeup assistant. I could do my job fine, but it stressed me out much more. I still loved the process of shooting and being on set, but the part of the makeup artist is really not my thing. I can do it, but not without extra stress and exertion, which got exacerbated by one of the actor’s constant negative preoccupation with her looks. Thankfully I was only the assistant.

All in all, I would recommend joining a film set for free to anyone who is a newbie to the business and would like to gain more special experience, know-how, and connections with other film people. Additionally, it leaves a good impression on your resumĂ©. It helped me with landing a cool video-making internship. 🙂

What have been your first experiences on set?

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Drehbuch Tips: Masterplots

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“Der Plot is diffundierend; er dringt in jedes Atom der Geschichte ein. (…) Er ist eine Kraft, die jede Seite, jeden Absatz, jedes Wort durchdringt. (…) Diese Kraft bringt Bilder, Ereignisse und Menschen in Übereinstimmung.” – Ronald B. Tobias, ĂŒbers. v. Petra Schreyer

Ohne einen guten Plot mangelt es einer Geschichte an Energie und Halt. Drehbuchautoren sollten sich nicht nur auf die Dialoge oder Grundideen konzentrieren, sondern auch darauf, wie diese am besten vermittelt und verpackt werden können – und dafĂŒr ist der Plot zustĂ€ndig.

In dem empfehlenswerten Buch “20 Masterplots: Die Basis des Story-Building in Roman und Film” geht Ronald B. Tobias auf die Hauptplots ein, die seiner Meinung nach den Kern der meisten Filme und BĂŒcher ausmachen.


Tobias kategorisiert die Plots in innere und Àußere Plots.

  • Äußere Plots sind physisch/handlungsorientiert. Es geht hauptsĂ€chlich um die Ă€ußere Handlung; das “Was”.
  • Innere Plots sind entweder hauptsĂ€chlich figurenorientiert und/oder geistig. Entweder geht es hauptsĂ€chlich um das Innenleben der Figur(en), welche am Ende der Geschichte verĂ€ndert ist/sind; das “Wer”. Und/Oder es geht um Ideen; das “Warum” oder “Wie”.

Nach Tobias sind viele Filme und BĂŒcher eine Mischform der beiden Plot-Typen, aber generell ĂŒberwiegt ein Typ den anderen und bildet die “treibende Kraft”. So kann ein Abenteuer-Film sich bis zu einem gewissen Grad mit Werten, Ideen, und Ähnlichem beschĂ€ftigen, und ein tiefgĂ€ngiger Film kann einige Action-Elemente aufweisen.

Die Entscheidung fĂŒr einen inneren oder Ă€ußeren/physischen Plot hĂ€nge von dem “Hauptantrieb” der Geschichte ab: Soll die treibende Kraft in der Handlung liegen, so sei ein Ă€ußerer Plot vorzuziehen. Ist die Handlung eher unwichtig oder zweitrangig, solle der Plot ein innerer sein.

Mir scheint es, als ob Low-Budget Filme hĂ€ufiger einen inneren Plot haben; wenn das Hauptaugenmerk auf den Figuren liegt, sind meist weniger Locations, eindrucksvolle Special Effects, schnelle Kamerafahrten u.Ä. vonnöten. Doch ist es sicherlich möglich, auch einen physischen Low-Budget Film zu drehen; es könnte nur mehr technisches Geschick und Einfallsreichtum erfordern.

  • Die folgenden Plots sind physisch(er): (Die Suche), Das Abenteuer, Die Verfolgung, Die Rettung, Die Flucht, Die Rache
  • Dieser Plot ist geistig: Das RĂ€tsel
  • Die folgenden Plots sind figurenorientiert: (Die Suche), (Die Rettung), (Die Rache), (Die RivalitĂ€t), (Der Underdog), Die Versuchung, Die Metamorphose, Die Verwandlung, Die Reifung, Die Liebe, Die verbotene Liebe, Das Opfer, Die Entdeckung, Die Grenzerfahrung, Der Aufstieg, Der Fall

Hier ist die Übersicht, welche ins Detail geht. (In English)


Was haltet ihr von diesen Masterplots? Findet ihr sie hilfreich? Und welche Plots wĂŒrdet ihr ergĂ€nzen?

Drehbuch Tips: Speed Writing #2

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Quelle

Es gibt eine Übung, die fĂŒr Drehbuchautoren sehr nĂŒtzlich sein kann, genannt Speed Writing, bei der man so viel wie möglich in einer kurzen Zeitdauer niederschreibt; idealerweise gelangt man dabei in einen “Flow” des Bewusstseins, der den inneren Kritiker stumm schaltet.

Ich entdeckte diese Übung in Charles Harris’ “Complete Screenwriting Course” Ebook,  das ich bereits hier erwĂ€hnt habe.

Harris gibt dem Leser die Speed Writing Aufgabe, bei der man so viel wie möglich in 10 Minuten schreibt, ohne Pause.

Das Ziel ist es einfach, ĂŒberhaupt zu schreiben – was das Herzblut jeden Schreibers ausmacht.

Manchmal ist ein Schreiber zu eingeengt oder uninspiriert um etwas zu Papier (oder Ähnlichem) zu bringen. Typischerweise ist die Ursache dafĂŒr der Einfluss des inneren Kritikers, der einen zensiert bevor man ĂŒberhaupt irgendein ein Wort oder einen Gedanken ausformulieren kann.

Beim Speed Writing ist man dazu genötigt zu schreiben was immer einen in den Sinn kommt; und folglich wird der innere Kritiker von dem Fluss des Schreibens ĂŒberrumpelt, sodass er nicht mitmischen kann.

Außerdem kann man auf diese Weise eine Schreibblockade durchbrechen, wĂ€hrend man die Übung durchgeht.

Nun fragst du dich sicherlich: “Das ist ja schön und gut, aber ĂŒber was soll ich schreiben? Und wie?”

Du kannst ĂŒber alles schreiben, was dir in den Sinn kommt; idealerweise eine Szene, oder etwas Dialog, oder eine Character-Beschreibung, aber es könnte irgendetwas sein, was dich interessiert.

BezĂŒglich des besten Mediums wĂŒrde ich empfehlen, auf einem Laptop oder Computer zu schreiben, da du auf diese Weise so viel wie möglich in einer kurzen Dauer aufschreiben kannst. Vergiss nicht, das Geschriebene zu speichern!

Jetzt fragst du dich: “Okay, aber machst du eigentlich Speed Writing Übungen?”

Ich finde die Übung am hilfreichsten, wenn ich an einem Mangel an Inspiration, einer Schreibblockade leide, oder wenn ich mich einfach nicht dazu bringen kann, ĂŒberhaupt zu schreiben.

Abgesehen davon finde ich es nicht nötig, die Übung regelmĂ€ĂŸig zu machen; außer du findest Freude daran und es intensiviert deine Lust, an deinem Projekt weiterzuarbeiten.

Zum Schluss ist hier das Resultat von meiner zweiten Speed Writing Übung, die ich jemals gemacht habe (20. August 2017):

Tom: Was ist denn hier los?
Jonas: Mein Bruder ist weg.
Julia: Wie, weg?
Jonas: Na weg, halt.
Tom: Wer ist weg? Dein Bruder Kalle?
Jonas: Ja, Kalle. Der Kalle.
Lukas: Ha, der ist echt gut. Der Kalle, einfach weg.
Katrin: Vielleicht ist er nur bei seiner Freundin?
Jonas: Er hat keine Freundin mehr. Seit einem Monat nicht mehr.
Lukas: Was, wenn er eine neue Freundin hat?
Jonas schĂŒttelt den Kopf.
Jonas: Nein, ich bin mir ganz sicher, dass er nicht bei irgendeinem MĂ€del ist.
Lukas: Vielleicht ist er bei einem jungen Mann?
Tom: Nicht jeder Typ denkt wie du, Lukas.
(Alle lachen ein wenig, außer Jonas)
Jonas: Mann, ich mache keine SpĂ€ĂŸe hier. Das ist ernst. Ich habe schon alles versucht. Ich kann ihn einfach nicht erreichen.
Katrin: Wann und wo hast du ihn das letzte Mal gesehen?
Lukas: Du und deine Krimis, Katrin.
Katrin: Oh Lukas, Halts-Maul.
Tom: Hey hey, regt euch ab, ja? Es ist immerhin Jahre her, dass ihr euch getrennt habt.
Lukas: Ja, zum GlĂŒck hab ich ne Neue.
Katrin: Oder einen Neuen.
Tom: Ich geh dann mal was zu trinken holen.
Lukas: Bring was fĂŒr mich mit.
Tom geht aus dem Raum.
Jonas: Welcher Tag ist heute?
Katrin: Ich glaub Montag

Jonas: Also ich habe ihn gestern zwar nicht gesehen, aber mit ihm bei WhatsApp gechattet.
Katrin: Was hat er gesagt?
Man hört im Off Tom Biere öffnen.
Jonas: Nichts besonderes. Er meint, er hÀtte einen neuen Job gefunden oder so, nachdem Dad ihn entlassen hat. Dann ist er schlafen gegangen. War schon spÀt. Zwei Uhr morgens.
Tom vom Off, kommt gleich danach zurĂŒck in den Raum mit zwei Bieren in der Hand.
Tom: Warum arbeitet dein Bruder ĂŒberhaupt, ist euer Vadder nicht stinkreich?
Tom zu Lukas: Hier.
Lukas zu Tom: Thank you very much.
Jonas (zuckt mit den Schultern): Ich hab schon lange nicht mehr mit ihm geredet.
Katrin: Warum nicht?
Lukas (nachÀffend): Ja, warum nicht?
Tom (warnend): Lukas.
Lukas: Jaja, sorry.
Tom: Warum hat er deinen Bruder ĂŒberhaupt entlassen?
Katrin: Gute Frage.
Tom: Danke.
Jonas: Das ist es ja. Ich glaube, Kalle flĂŒchtet vor den Bullen.
Lukas: Den Bullen? Wtf.
Jonas: Mein Dad entließ ihn von seiner Firma als jemand von den Drogen Wind bekam.
Lukas: Du meinst, als jemand von ihm Drogen abkaufen wollte.
Katrin: Lukas, du bist ein vollkommener Idiot.
Lukas: Danke, Schatz. Gleichfalls.
Tom: Pssch!
Jonas: Lukas hat gar nicht so Unrecht. Anyway. Es sieht so aus, als wĂ€re Kalle noch tiefer in das Drogen-Business abgestiegen. Irgendwas muss passiert sein. Bevor er Off gegangen ist, meinte er noch, er hĂ€tte mir etwas super Geniales zu zeigen morgen. Jetzt ist es morgen, und keiner weiß, wo er ist.

Screenwriter’s Journey: Books and Websites

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If you are new to anything, you’ll have to learn from those who’ve successfully walked the path before you. As a newbie to screenwriting (apart from that one dabble in it in High School, where I wrote a “one shot” for class), I was pressed to find resources and guidelines that would introduce me to the craft of screenwriting, and teach me how to do it properly – in a short amount of time.

Typically, the first thing we do in this day and age is using Google. So like my fellow Modern Westerners I went ahead and googled screenwriting, which was followed up by a move towards Amazon.

I purchased Charles Harris’ “Complete Screenwriting Course” ebook, which I can highly recommend. This book is certainly all you need, in my estimation. It’s affordable and very well-structured, instructive, and useful.

Harris’ book guides you through the process of writing your (first) script, from start to finish, including how to develop an idea, and eventually pitch your script and get involved in the business.

Browsing through my own personal library at home, I discovered I had already bought a book on Screenwriting a few years ago; the German version of one of Syd Field‘s screenwriting books, called “Das Drehbuch“.

Field’s book is more personal in nature, and less structured. It reads more like a personal story on how he got into screenwriting, how he assesses the value of scripts, and how his students did in his classes.

If you don’t have much time (like I did), you’d be better off focusing on something more instructional and to-the-point like Harris‘ ebook.

Personally, I read both books alongside each other to gain the most value and knowledge in a short amount of time; relatively short. Within one month or two, I felt mostly confident in my ability to set up and write a script, thanks to the books above and the following websites/articles:

http://www.scriptmag.com/features/meet-reader-writing-first-screenplay

http://www.scriptmag.com/features/balls-of-steel-dear-new-screenwriter

http://www.scriptreaderpro.com/writing-style-mistakes/

At last, some of my friends recommended Robert McKee’s “Story” to me, which I have heard some audio excerpt from before. I imagine it to be quite interesting, and I might check it out more closely another time.

With the help of the above resources, I managed to finish my first short movie script within one to two months, starting from absolute scratch.

I hope this article was helpful to you, and I’d like to hear which resources you’ve found valuable on your way to writing your own (first) scripts. 🙂